Auf den Hund gekommen
Mai 2009 | Meinung von Joerg Petzold | Neue Artikel per Mail erhaltenDas ist auf jeden Fall Jerry Bruckheimer. Der Hollywood-as-Hollywood-can-be-Produzent, verantwortlich für Kassenknüller wie Flashdance, Top Gun, Armageddon oder The Rock, hatte in letzter Zeit vor allem durch den finanziellen Erfolg seiner Fluch der Karibik-Trilogie das am Hungertuch nagende US- Filmwesen quasi im Alleingang vor dem Suizid bewahrt. Jetzt verkündete der 59-jährige, dass er mit seiner neuen Firma “Jerry Bruckheimer Games Inc.” auch in das Computerspiele-Geschäft einsteigt. Kann er ja gerne machen. Wundersam verwickelt wird die Sache allerdings im Schatten des Piratenspektakels. Und das Stichwort lautet: Monkey Island. Für alle Nichtkenner des besten aller Adventures hier der Abriss.

Der erste Teil des Point & Click-Adventure Monkey Island wurde 1990 von Ron Gilbert entwickelt und publiziert. Die Handlung dreht sich um einen Piraten-Azubi, der vor allerlei Aufgaben gestellt wird um letztlich den Geisterpiraten LeChuck mit einer Überdosis Malzbier in ein romantisches Feuerwerk zu verwandeln. Jedenfalls kam Ron Gilbert die Idee zu diesem Spiel bei einer Fahrt durch die Disney-Attraktion Pirates of the Caribbean. Jerry Bruckheimer wiederum lässt sich offensichtlich in einem nicht geringem Maß von Monkey Island beeinflussen, um Fluch der Karibik in Szene zu setzen. Um hinterher selbst ins Computerspiel-Business einzusteigen. Kurioserweise wurde besagtes Monkey Island damals von Lucasfilm Games entworfen, eine Computerspielentwicklungsfirma, deren Inhaber ein gewisser George Lucas war.
Und wenn ich heute abend meinem Kumpel, einem gestandenen Verschwörungstheoretiker, davon erzähle, wird das bestimmt äußerst interessant. Ihr habt doch alle beim Schwertmeister geklaut!
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