Einmal Archäologe sein?
Januar 2009 | Meinung von Joerg Petzold | Neue Artikel per Mail erhalten
National Geographic macht’s möglich. Passend zu einer “Expeditionswoche”, in der sich das komplette Programm des US-amerikanischen Senders um die Erforschung des Pyramiden bis zum Weltraum drehte, gibt es ein Spiel, dass zwar nicht wirklich abwechslungsreich ist, aber dennoch Spaß macht. Die Charaktergenerierung eingangs lässt zwar auf mehr hoffen, tatsächlich kann man sich dort allerdings nur mit allerlei Gerät equippen, das die “Schatzsuche” etwas einfacher macht.
Die Schatzsuche an sich ist prinzipiell nur ein Absuchen der verschiedenen Locations (von Tokio bis Baku sind alle klischeehistorischen Plätze vertreten) nach den geforderten Gegenständen (goldene Kälber, Koaxialkabel, benutzte Handtücher usw.). GPS-Geräte und Thermometer helfen bei der Lokation, am Ende gibt’s Geld, mit dem sich neue Archäo-Gadgets kaufen lassen.
Mal abgesehen von der etwas öden Klickerei ist das Game recht gelungen, hat Witz und bietet wirklich schöne Screens, die atmosphärisch überzeugen. Nur die Ethik scheint mir etwas plump zu sein: In Entwicklungsländer reisen, dort aus Grabhöhlen wertvolle Kulturschätze klauen, dafür dann auch noch Geld kassieren, um sich im Anschluss mit diesem Geld eine neue Sonnebrille zu kaufen?
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