God, it’s Zilla!
Juni 2009 | Meinung von Joerg Petzold | Neue Artikel per Mail erhaltenDas, was man ab und zu Relaxen nennt: Sofa, Sonntagnachmittag, ein zarter Nieselregen vorm Fenster, ein Schwedeneisbecher in der Hand und ein Spielfilm der Kategorie “Zwei wie Pech und Schwefel”, “Der letzte Countdown” oder “Godzilla gegen MechaGodzilla”. Da können sich die Synapsen gleich mit auf den Teppich legen und die Kleinhirnrinde suhlt sich in absoluter Aufgabenlosigkeit am Ende von Raum und Zeit. Wellness, die ich meine.
Aber zurück zu Godzilla. Der hat sich nun im Laufe der Jahre vom König der Monster zur identitätsstiftenden Ikone ganzer Subkulturen entwickelt und wer sich diskursiv mit “Trash” auseinandersetzt, kommt am turmhohen Sauriergigant nicht vorbei. Warum also nicht das kollektive Gedächtnis bemühen und die gigantomanische Steilvorlage für eine Kampagne nutzen, die, mit Verlaub, zu den aberwitzigsten Ideen gehört, die mir in letzter Zeit untergekommen sind.
Eigentlich umworbenes Produkt der Kampagne ist Oasis, ein Getränk “for people, who don’t like water”. Die virale Teufelssaat wurde mit folgendem TV-Spot gelegt, in dem, dramentheorethisch korrekt, RubberDuckZilla als Protagonist eingeführt wird:
Und da RubberDuckZilla über Nacht zum durchschlagenden Sympathieträger wurde, entwarf man daraufhin ein Spielportal, dass die Idee wunderbar weiterspann und per Augmented Reality innovativ auf den PC übertrug. Grandioses 80’s-Feeling inklusive. Nun kann also jeder zeigen, dass er wirklich, wirklich kein Wasser mag. Man braucht für den Spaß allerdings (da AR) eine Webcam.
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