Heute schon geschockt?
Oktober 2008 | Meinung von Joerg Petzold | Neue Artikel per Mail erhaltenSpooky, mein lieber Scholli, hier geht Einiges. Irgend jemand noch Sachen wie Myst oder Alone in the Dark im Hinterkopf? Oder meinetwegen auch Doom 3 & ähnliche “Verdammt, warum gibt’s hier keinen Lichtschalter”-Schocker? Nein, macht auch nichts, dann wird’s eben Zeit für “Hotel 626“. Man könnte an dieser Stelle natürlich auch kulturpsychologisch verfahren, und nach dem kollektiv-psychologischen Raumkonzept ‘Hotelzimmer’ fragen. Und damit sind nicht Rock’n'Roll-Allüren, sondern eher etwas in Richtung Shining gemeint.
Das fängt schon beim grundlegenden Prinzip an: Betreten, spielen also, kann man das Game nur zwischen 18.00 Uhr und 06.00 Uhr. Damit es draußen auch schön finster ist. Ebenso empfehlen sich für das Spiel Headset und Webcam. Es dürfte zwar auch ohne gehen, aber glaubt mir, Ihr verderbt Euch den Spaß Genuss.
Story: Ihr seid in einem Hotel und wollt von dort wahrscheinlich ganz schnell verschwinden. Denn spätestens nach zwei Sekunden wird klar, dass das hier ein böser Ort ist, ein sehr böser sogar. Schwer atmend rennt man durch Gänge, steuert sich mit der Maus von Tür zu Tür und sollte ebenfalls auf gewisse Fingerzeige achten. Aufgebaut ist das Ganze in einer gewissen Quest-Struktur, die Reaktion genauso wie kombinatorische Skills abverlangt. Alles weitere wäre gespoilt, also: selber ckecken.
Mit Hotel 626 wird IMHO die Messlatte für zukünftige Advergames dieses Genres ein ganzes Stück nach oben gelegt. Hinter dem Game steht übrigens die Tortilla-Braterei Doritos, die beim Zocken für die passende Nervennahrung Sorge tragen möchte. Ganz großer Wurf, meine Damen und Herren.
Tip: Der Trick mit dem Verstellen der Windows-Uhr funzt zwar, aber dann gilt der Deal: Vorhänge zu!


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